Mittwoch, 08. Februar 2012

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| Die Geschichte des Bernsteins |
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Der Bernstein hat die Menschen seit jeher begleitet, weil er als Zahlungsmittel,
zur Schmuck- oder Talismanherstellung ausgenutzt wurde. Dieses transparente und harte, organische Mineral hat seit jeher Bewunderung und Begeisterung geweckt und war ein Symbol für Prestige und Reichturm. Das älteste Amulett aus Bernstein stammt aus der Zeit vor über 30 000 Jahren. Der Bernstein gehörte zu den Steinen, die im Altertum und Mittelalter am meisten gefragt und gesammelt wurden. Seit Tausenden Jahren war er in vielen Weltwinkeln berühmt. Der Schmuck aus Bernstein wurde in vielen Grüften aufgefunden, z.B. im Grab von Tutenchamun in Ägypten. Bernstein erschien im antiken Griechenland schon 1800 Jahre v.Ch. Dort hat man bemerkt, dass der ?heilige Stein?, wie Bernstein genant wurde, anziehende Eigenschaften hat, wenn er mit einem Tuch gerieben wird. Für die Griechen war diese Erscheinung, die geheimnisumwoben war, eine Magie. Der Name Elektrizität wurde vom griechischen Namen des Bernsteins ?elektron? abgeleitet. Über den Bernstein-Weg ist Bernstein von Nordpolen nach Rom gegangen, wo in den Zeiten Neros Bernstein und Bernstein-Schmuck sehr populär war. Es gab eine Mode auf Amulette aus Bernstein, Zierelemente, Schmuck und andere Luxusartikel. Aus den Beschreibungen der altertümlichen römischen und griechischen Schriftsteller ergibt es sich, dass Bernstein nach Rom aus einem entfernten Land der Lugien und Weneden gebracht wurde, das am Baltischen Meer liegt (damals Nordozean genannt). Das waren die Gebiete des jetzigen Polens. Am Anfang haben die Römer ihre Erzeugnisse gegen diesen wertvollen Stein getauscht durch Vermittlung der Völker aus den Donaugebieten, mit der Zeit wurden jedoch auch selbständige Reisen veranstaltet. Vor ca. 2000 Jahren hat eine der ersten Reisen solcher Art stattgefunden und sie wurde in unserem Zeitalter von Pilinius dem Älteren beschrieben. Ihr Held war ein Römer, den der römische Kaiser hinter die Grenzen des Imperiums auf die ununtersuchten baltischen Gebieten geschickt hat, damit er ihm einen Schatz bringt. So passierte auch, der Reisende hat große Mengen am wertvollen Stein mitgebracht. Dieses Ereignis hatte zur Folge, dass viele Kaufleute nach Norden über die Wege gereist sind, die sich bald mit Packtieren und Wagen gefüllt haben. Der Verlauf dieser Handelswege kann man zur Zeit aufgrund der archäologischen Funde rekonstruieren, z.B. in Breslau wurde ein Lager entdeckt, das ca. 1500 kg dieses wertvollen Steines enthält, das aus dem I. Jh. v. Ch. Stammt. Dieser Weg hat in Norditalien angefangen, in Akwileia, dann hat er die Alpen, das Donautal überquert, dann hat er in der Umgebung des Mähren-Tores oder Glatz-Talkessels auf das Gebiet des heutigen Polens geführt, woher er über Oppeln nach Kalisz an Prosna gegangen ist und dann ans Meer zwischen Danzig und Königgratz. |

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